Prä- und Postnatale Depression (während und nach der Schwangerschaft)

Bedingt durch den veränderten Hormonhaushalt und neue Lebensbedingungen, kann eine Schwangerschaft bei Müttern zu depressiven Verstimmungen führen. Aber auch für Väter können die veränderten Lebensumstände eine Herausforderung sein.

Der Nachwuchs ist nicht immer nur ein freudiges Ereignis, sondern zieht auch finanzielle, partnerschaftliche und lebensbedingte Veränderungen mit sich. Hinzu kommt, dass werdende Mütter, aufgrund der freudigen Erwartung eines Babys, glücklich sein sollten. Bleiben diese Glücksgefühle aus, können Schamgefühle, ein schlechtes Gewissen, Selbstvorwürfe und psychosozialer Druck die Folge sein. Aber auch für Väter können die veränderten Lebensumstände eine Herausforderung sein.

Nach der Geburt können die veränderte Situation und die neue Verantwortung der Mutter über den Kopf wachsen. Man spricht dann von einer Postnatalen oder Wochenbettdepression.

Folglich können neben depressiver Verstimmung auch

  • Schlafstörungen und Unruhe
  • Angstsymptome
  • Sorgen, Zweifel
  • Gereiztheit
  • Müdigkeit
  • Traurigkeit

auftreten.

Abgrenzung zum Baby Blues / Postpartales Stimmungstief:

Hierbei handelt es sich um eine kurzzeitige depressive Verstimmung nach der Geburt. Beim so genannten Baby Blues liegen die gleichen Symptome vor, wie bei einer Schwangerschaftsdepression. Allerdings sind diese weniger stark ausgeprägt und dauern nur wenige Tage.

Was du in diesem Fall tun kannst:

  • Entspannungsübungen
  • Spaziergänge
  • Pläne machen, wie das Leben mit Kind gut gestaltet werden kann
  • Soziales Umfeld einbeziehen (Hilfe für Angehörige und Betroffene bei Burnout)
  • Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen (Frauenarzt und bei Bedarf Psychotherapie)
  • Es gibt Betreuungsdienste, die dich während und nach der Schwangerschaft unterstützen können (z.B. Haushaltshilfe, Kinderbetreuung über die Krankenkasse)
  • Mütter-Selbsthilfegruppe

Nimm dir eine Auszeit

Entspannungsübungen

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Wichtig:

Die Befindlichkeiten der Mutter wirken sich unmittelbar auf das ungeborene Kind aus. Handle also frühzeitig, wenn du Anzeichen einer Depression bemerkst.

Auch Väter können betroffen sein.

Hierbei spielen nicht die Hormone, sondern vielmehr die veränderten Lebensumstände, der Druck, die Familie zu ernähren, finanzielle Sorgen, die Anpassung an veränderte Lebensbedingungen und Erwartungsdruck eine Rolle. Häufig fühlen sich Väter von der Mutter-Kind-Beziehung ausgeschlossen.

Symptome können sein:

  • Gereiztheit
  • Gefühl der Überforderung
  • Ängste
  • Panikattacken
  • Appetitlosigkeit
  • Schlafstörungen
  • Antriebsmangel

Der erste Schritt beim Auftreten der Symptome sollte sein, mit der Partnerin und dem sozialen Umfeld zu sprechen, was bereits in den meisten Fällen eine deutliche Besserung der Symptome bewirkt.

Diese Symptome sind, wie auch bei Müttern, keine Seltenheit und du solltest keine Hemmung haben, offen darüber zu sprechen.

Siehe hierzu auch: Männerdepression – Ein völlig anderes Symptombild?

Dieses Thema ist längst kein Tabu mehr! Spreche darüber und hole dir Hilfe! Vater und Mutter sollten bei ersten Anzeichen, nicht nur zu ihrem eigenen Wohle sofort handeln. Dieses Thema betrifft die ganze Familie!

Du musst nicht jede Last tragen, die man dir auferlegt

Dein Weg zu einem zufriedenen Leben

In Notfällen kannst du dich an die nächste Psychiatrische Klinik in deiner Umgebung oder an den Notarzt (Tel. 112) wenden.

Info-Telefon Depression: 0800 / 33 44 533 (Mo, Di, Do: 13:00-17:00 und Mi, Fr: 8:30 – 12:30)

https://www.deutsche-depressionshilfe.de

Krisentelefon Deutschland: 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222 (rund um die Uhr)

Krisentelefon Österreich: 142 (rund um die Uhr)

Krisentelefon Schweiz: 143 (rund um die Uhr)

Diese Informationen sind kein Ersatz für die Diagnose eines Facharztes oder Therapeuten. Die Diagnosekriterien dienen lediglich der Wissensvermittlung und können nicht die Diagnose einer Fachkraft ersetzten.


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