Die Zeit um Weihnachten und zwischen den Jahren sollten wir nutzen, um sie mit Familie und Freunden zu verbringen, in Ruhe und Besinnung. Rückblickend auf das vergangene Jahr und vorausschauend auf das nächste Jahr.

Aber was heisst denn eigentlich Besinnung und wie besinne ich richtig?

Im Hamsterrad des Lebens laufen wir, Jahr für Jahr, gehetzt von Terminen und Verpflichtungen ohne durchzuatmen. Nutze die Zeit der Feiertage und des Jahreswechsels, um kurz inne zu halten und dein Hamsterrad für einen Moment stillstehen zu lassen.

Das Wort Besinnung steht für Bewusstsein und Nachdenken.

Bewusst nachdenken bedeutet, uns selbst und alles um uns herum, einmal zu reflektieren, sowie hinter dem Vorhang der Fakten, unsere Wünsche, Träume und Zukunftsperspektiven zu sehen.  

Rückblickend das alte Jahr zu bewerten und neue Ausblicke für das kommende Jahr zu schaffen.

Rückblick

Zurückzuschauen auf das letzte Jahr, indem du dir einerseits, die vergangenen Erlebnisse noch einmal in Erinnerung rufst, aber auch Revue passieren lässt, was dich in diesem Jahr geprägt hat, berührt hat, dich belastet hat und was du gelernt hast.

Niemand hat in den vergangenen 365 Tagen nur Glück erfahren, aber es heisst,

„Man bekommt im Leben nur die Last auferlegt, die man auch tragen kann.“

Wenn du dir also Gedanken über die Schwere deiner Last machst, dann ändere deine Sichtweise dahingehend, dass du dir einmal überlegst, wie stark du bist, dass du es schaffst, diese Last zu tragen.

Versuche beim Rückblick deinen Fokus auf das Positive zu richten und betrachte die schwierigen Momente nicht als Unglück, sondern vielmehr als Chance.

Frage dich also nicht, „Warum ist das (mir) passiert?“, sondern vielmehr, „Wofür ist das gut?“.

Es sind die schweren Zeiten unseres Lebens, die uns die Möglichkeit eröffnen zu lernen und zu wachsen.

Würden wir in unserem Leben nie ein Leid erfahren, könnten wir nie herausfinden, wie stark wir sind und vor Allem wüssten wir die glücklichen Momente nicht zu schätzen.

Führe dir vor Augen, was dich 2018 glücklich gemacht hat, was dich zum Lachen gebracht hat, was du erreicht hast und wofür du dankbar sein kannst.

Aber auch, welche Schlüsse du aus Fehlern und Misserfolgen ziehen solltest und wie sie dich in deinem Entwicklungsprozess positiv beeinflussen können.

Ausblicke

Starte ins neue Jahr, indem du dir das Positive in deinem Leben bewusstmachst und das, was unbedingt genau so bleiben soll, wie es gerade ist.

Nutze den Rückblick, um deinen Ausblick zu gestalten.

Was läuft gut für dich und soll sich nicht verändern,

Was hätte noch Ausbaupotenzial und

Was lief für dich persönlich nicht zu deiner Zufriedenheit und hätte Optimierungsbedarf.

Frage dich, was du tun kannst, um das, was dich glücklich macht zu festigen und das, was dich nicht zufriedenstellt, in eine positive Richtung zu lenken.

Besinnung geht aber auch über deinen Tellerrand hinaus. Blicke demnach nicht nur auf dein eigenes Jahr zurück, sondern auch auf das der Menschen, die dir nahestehen.

Betrachte dir ihre Erlebnisse und Erfahrungen. Überlege, wie du diese Personen 2018 geprägt hast, beeinflusst hast, berührt hast und wie du mit ihnen umgegangen bist.

Sicherlich findest du auch hier etwas, das genau so bleiben soll, wie es ist.

Vielleicht aber auch Situationen, in welchen du dich nicht richtig verhalten, jemanden verletzt oder enttäuscht hast.

Nutze die besinnliche Zeit, um über deine Ziele, Wünsche und Träume nachzudenken und zu überlegen, wie du sie verwirklichen kannst.

Konfrontiere dich mit Misserfolgen und Fehlverhalten. Betrachte den Lernerfolg, den du daraus ziehen kannst und der es dir ermöglicht, an dir selbst zu arbeiten.

Sei dankbar für die Menschen und Dinge in deinem Leben, die dir wichtig sind und bewahre sie dir.

Ich wünsche dir einen besinnlichen Jahreswechsel mit vielen positiven Erinnerungen, großartigen Plänen und einen erfolgreichen, glücklichen Start in das Jahr 2019!


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