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Psychische Erkrankungen – wirklich toleriert?

psychische Erkrankungen offiziell toleriert, insgeheim tabu?

psychische Erkrankungen offiziell toleriert, insgeheim tabu?

Eine psychische Erkrankung sei nichts, wofür man sich schämen müsse. Das kann schließlich jeden treffen. Aber was, wenn es einen wirklich trifft? Wie reagiert das Umfeld und die Gesellschaft darauf? Was sagt der Chef, wenn wir wegen Überbelastung ausfallen? Sind wir wirklich krank oder einfach nur schwach? Toleriert unsere Gesellschaft psychische Erkrankungen wirkich oder sind sie nach wie vor ein Tabu-Thema?

 

Was denkt unsere Gesellschaft wirklich?

Immer wieder lese und höre ich, dass psychische Krankheiten kein Tabu-Thema mehr sind. Angststörungen und Depressionen gelten mittlerweile als Volkskrankheit.

Mit mehr als 4 Millionen Betroffenen findet sich Depression sogar unter den Top-10 der häufigsten Krankheiten in Deutschland.

 

 

Heißt viele Betroffene nun aber auch viel Verständnis?

 

Wie offen und tolerant sind wir gegenüber Depression, Angststörungen, Burnout & Co?

 

Hintergrund dieses Artikels ist die Unterhaltung mit einem Freund über meine Beitragsserie zum Thema Burnout.

Das Thema und die Beiträge haben ihm gut gefallen, aber er gestand mir, dass er diese Beiträge nicht mit einem „Daumen-hoch“ bewerten kann, da er fürchtet, Freunde oder Kollegen würden das bemerken und annehmen, er sei selbst betroffen.

Viele Menschen haben Berührungsängste mit psychischen Krankheiten.

Wie würde es sich mit einem Artikel über „Schlaganfall Frühwarnzeichen“ oder „Vorbeugen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen“ verhalten? Könnten wir hier bedenkenlos unseren Daumen setzten?

 

Klar! Wieso auch nicht? Es handelt sich schließlich um eine Volkskrankheit und darüber informiert zu sein, ist nicht verwerflich.

 

 

 
 
Stress Burnout

Wenn wir uns überlegen, welche Konsequenzen ein offener Umgang mit psychischen Erkrankungen hat, dann müssen wir fürchten auf Unverständnis zu stoßen. Wir bekommen vielleicht den Stempel „NICHT BELASTBAR“ aufgedrückt oder müssen sogar in Kauf nehmen, dass sich unser soziales Umfeld von uns distanziert.

 

 

„NICHT GESELLSCHAFTSFÄHIG“.

Wenn Betroffene zusätzlich immer wieder hören „Jeder hat mal einen schlechten Tag.“, „Du solltest einfach mal rausgehen.“ oder „Ich komme morgens auch schlecht aus dem Bett.“, ist Schweigen oder das Vortäuschen einer anderen Erkrankung nachvollziehbar.

Dem Chef gegenüberzutreten, über Burnout und eine Entlastung am Arbeitsplatz zu sprechen wird von großen Teilen der Bevölkerung als Schwäche gewertet.

Diabetes oder ein Herzinfarkt hingegen trifft auf vollstes Verständnis, denn schließlich ist der Mitarbeiter nachweislich krank.

Anstatt offen zu sprechen werden Betroffene erfinderisch in Sachen Ausreden und schieben lieber eine Migräne oder Erkältung vor, anstatt zu sagen „Ich bin erschöpft“, „Mir geht es nicht gut.“ oder sogar „Ich bin depressiv.“

In der Realität ist es leider häufig so, dass psychische Erkrankungen in Verbindung stehen mit Mangel an Belastbarkeit, Schwäche oder Sensibilität.

Für Betroffene daher meist ein Tabu. Niemand will als schwach oder sensibel gelten, geschweige denn so behandelt werden.

Im schlimmsten Fall müssen wir im Beruf auf Karriereaussichten verzichten, weil Karriere und Verantwortung unabdingbar mit einem hohen Maß an Belastbarkeit verbunden sind.

 

 

 

 

 

 

 
 

 

Männerdepression

Wie etabliert sind psychische Störungen nun wirklich?

Sicherlich befinden wir uns auf einem guten Weg und das Thema wird nach und nach immer mehr toleriert, aber die Realität zeigt für mich aktuell noch ein anderes Bild.

In Wirklichkeit scheuen wir die Konfrontation und meiden das offene Gespräch über Symptome, Beeinträchtigungen oder eine Therapie.
Wie können wir auch offen damit umgehen, wenn wir schon Hemmungen haben, einen entsprechenden Beitrag positiv zu bewerten.
Meines Erachtens sind wir noch weit davon entfernt zu sagen, dass psychische Erkrankungen kein Tabuthema mehr sind.

Wenn wir nicht selbst betroffen sind, haben wir meist große Schwierigkeiten, uns in die Befindlichkeiten von Betroffenen einzufühlen, da die Beschwerden äußerlich meist nicht sichtbar sind.
Es kann also auch niemandem ein Vorwurf gemacht werden, wenn er dieser Krankheit mit Unverständnis gegenüber steht.
Für viele ist die Psyche leider ein großes Mysterium, das selbst mit viel Vorstellungskraft nicht greifbar ist…

 

 

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