Die Augen das Fenster zur Seele
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Murphys Gesetz – Warum schiefgeht, was schiefgehen kann?

Murphys Gesetz

Murphys Gesetz – Warum schiefgeht, was schiefgehen kann?

„Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“, so Murphys Gesetz.  „Nur dann nicht, wenn wir beweisen wollen, dass alles schiefgeht.“ Woher kommt dieses Gesetz? Wie viel Wahrheit steckt dahinter?

 

Jeder von uns kennt solche Situationen aus dem Alltag:

  • Im Supermarkt stehen wir immer an der langsameren Kasse
  • Es regnet immer dann, wenn wir unser Auto frisch gewaschen haben
  • Immer wenn man etwas in den Händen hält, juckt die Nase
  • Wenn wir etwas suchen, ist es immer dort, wo wir als letztes nachsehen
  • Jedes technische Gerät geht genau 1 Monat nach Ablauf der Garantie kaputt
  • Wenn wir uns etwas kaufen, finden wir es kurz darauf zu einem günstigeren Preis
  • Immer wenn wir es eilig haben, stehen wir im Stau

 

Murphys Gesetz:

Im Rahmen des Raketenschlittenprogramm der US Air Force sollte getestet werden, wie viel Beschleunigung der menschliche Körper aushalten kann. Dazu wurden an einer Testperson 16 Messsensoren angebracht. Diese Sensoren konnten richtig oder falsch befestigt werden. Das Experiment scheiterte, weil alle 16 Sensoren falsch angebracht worden waren.

Dieses gescheiterte Experiment veranlasste den Ingenieur Edward A. Murphy 1949 folgendes Gesetz zu definieren:
„Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet der sonst wie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genau so machen.“

“If there’s more than one possible outcome of a job or task, and one of those outcomes will result in disaster or an undesirable consequence, then somebody will do it that way.”

 

Kurz gesagt: „Alles was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“ Oder „Selbst dann, wenn etwas idiotensicher gemacht wird, findet sich immer einer, der diese eine Fehlerquelle findet.

 

Wie viel Wahrheit steckt hinter Murphys Gesetz?

 „Warum passiert das immer mir?“

„Immer passiert etwas, wenn ich gerade keine Zeit habe.“

Ist das wirklich so?

 

Was in Wirklichkeit schiefgeht, ist unsere Wahrnehmung und Erinnerung

Wenn etwas schiefgeht, dann bleibt es uns in Erinnerung. Wir denken aber nicht weiter über Dinge nach, die reibungslos, ohne Zwischenfälle, ablaufen.

Das Phänomen, dass wir das Gefühl haben IMMER geht alles schief, nennt sich kognitive Verzerrung.

 

Die Wahrheit ist also, dass nach unserem subjektiven Empfinden immer alles schiefgeht. In der Realität hingegen,

  • Ist nicht immer der Tank leer, wenn wir zu einem dringenden Termin müssen
  • Kommen nicht alle Züge zu spät, wenn wir es eilig haben
  • Passiert nicht immer etwas Peinliches, wenn viele Menschen zusehen

Demnach wären wir selbst, besser gesagt, unser Gehirn an allem Schuld.

Die Tatsache, dass wir uns eher an schlimme Ereignisse erinnern, als an gute, ist evolutionsbedingt.

Wir durften damals schließlich nicht vergessen, welche Beeren nochmal die giftigen waren, Magenschmerzen verursachen oder unseren Höhlen-Kollegen das Leben kosteten. Man sollte sich genau daran erinnern, dass der Säbelzahntiger uns nicht wohlgesonnen, sondern besser mit Vorsicht zu genießen ist.

Für unser Überleben war es fundamental wichtig, dass wir uns daran erinnerten, was uns schadet.

Diese Denkweise ist uns geblieben.

Wir erinnern uns eher daran, welcher Tag mies war, anstatt an all die guten Tage.

 

Was kannst du also dagegen tun?

  1. Versuche wachsam zu sein, wenn das Wort „Immer“ oder „Alle“ in deiner Erinnerung auftaucht. Frage dich, ob es wirklich immer schiefgeht oder ob alle gegen dich sind.

Oft hilft es bereits, wenn wir unser Denken einmal kritisch zu hinterfragen und reflektieren, ob „immer“ und „alle“ hier wirklich angemessen sind.

Versuche dir Erinnerungen ins Gedächtnis zu rufen, in welchen Murphys Gesetz nicht angewendet werden konnte.

 

  1. „Probiere es mal mit Gemütlichkeit…“

Vieles können wir schlichtweg nicht vermeiden. Wenn wir am Bahnhofstehen und der Zug (wie immer) zu spät kommt, können wir diese Tatsache nicht ändern. Egal, wie sehr wir Murphy verfluchen. Nimm es also mit Gemütlichkeit und Humor.

Lass dir nicht den Tag versauen von etwas, was du sowieso nicht beeinflussen kannst…

 

  1. Plane mit Murphys Gesetz, indem du immer genug Zeitpuffer in deinen Terminplan einbaust. Plane so, dass du, sofern etwas schiefgeht, genug Zeit hast, diesen Fehler zu korrigieren.

Wenn du zu einem wichtigen Termin gehst, nimm einen Zug früher oder plane einen Stau mit ein. So bist du auch dann pünktlich, wenn Murphy wieder zuschlägt.

 

  1. Nutze Yhprums Gesetz, welches besagt: „Alles, was funktionieren kann, wird auch funktionieren.“

Wenn etwas schiefgeht, hat es vielleicht einen Grund, dass es genau so kommt. Hätte es nämlich funktionieren sollen, dann hätte es auch funktioniert.

Murphys Gesetz – Warum schiefgeht, was schiefgehen kann? 
„Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“, so Murphys Gesetz.  „Nur dann nicht, wenn wir beweisen wollen, dass alles schiefgeht.“
Woher kommt dieses Gesetz? Wie viel Wahrheit steckt dahinter?

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