Zeitmanagement, Selbstmanagement
10 Tipps, wie du dein Zeitmanagement optimierst
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Psychische Erkrankungen – wirklich toleriert?

Geistige Flexibilität – Braucht man das?

Flexibilität

geistige Flexibilität

Im Rahmen meiner Recherchen bin ich darauf gestoßen, dass geistige Flexibilität irgendetwas mit Auffassungsgabe, Neues lernen und Perspektivenwechsel zu tun hat, aber vor Allem immer wieder auf Tipps, wie man im Alter geistig fit bleiben kann.

Ich persönlich sehe in geistiger Flexibilität mehr als nur kognitives Training oder mentale Fitness!

Es spielt keine Rolle, ob du 20, 40 oder 80 bist, denn ich kenne Menschen, die mit 60 Jahren deutlich flexibler sind, als andere mit Anfang 30.

 

Das sagt Wikipedia dazu:

 

Geistige Beweglichkeit:Unter der geistigen Beweglichkeit kann ein flinkes Denkvermögen, eine rasche Auffassungsgabe, ein vielseitiges Interesse, die Bereitschaft Neues kennenzulernen, die Fähigkeit zum Wechsel von Perspektiven oder das Entwickeln von Alternativen verstanden werden. Um die geistige Beweglichkeit zu schulen und auch im Alter zu bewahren (vgl. dazu Alterssyndrom), sind eine intensive Gedankentätigkeit, ein reger sozialer Kontakt oder ein besonderes mentales Training förderlich…

 

 

Was bedeutet das nun?

Ich versuche die einzelnen Punkte jeweils aus 2 Perspektiven zu sehen, nämlich

 

Praktischer Bereich und Arbeitsbereich,

und

 

Sozialer und Emotionaler Bereich:

 

 

Flinkes Denkvermögen und rasche Auffassungsgabe:

Unser Gehirn versucht es sich so einfach wie möglich zu machen, indem es prüft, ob die Situation bekannt ist, wir etwas in dieser Art einmal erlebt haben und ob wir bereits erprobte Lösungsstrategien entwickelt haben, die in diesem Fall angewendet werden können.

Befinden wir uns in einer neuen Situation, gilt es sich schnell die neuen Umstände zu erkennen (Auffassung) und entsprechend umzudenken (Denkvermögen).

 

 

Praktischer Bereich und Arbeitsbereich:

Neue und fremde Aufgaben schnell zu erfassen und sich den Gegebenheiten anzupassen

z.B. Einarbeitung in neue Aufgabenbereiche oder Umgang mit bisher unbekannten Situationen und neuen Lebenssituationen.

 

 

Sozialer und Emotionaler Bereich:

Erkennen und Umgang mit bisher unbekannten Charakteren, sowie unerwartete Reaktionen unserer Mitmenschen erfassen.

 

z.B. wenn wir erwarten, dass unsere Mitmenschen mitfühlend reagieren, sie uns aber mit Ablehnung begegnen oder wir treffen auf einen bisher unbekannten Persönlichkeitstyp (z.B. Choleriker) und haben keine Erfahrung damit, wie mit dieser Persönlichkeit umgegangen werden kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Luftballon Hinterher und immer langsamer als andere Hinter allen anderen,

Vielseitiges Interesse und Bereitschaft Neues zu lernen

Unser Urgedächtnis lässt uns Neuem meist ängstlich und vorsichtig gegenübertreten. Natürlich, denn, wenn wir vor tausenden von Jahren etwas Unbekanntem begegnet sind, mussten wir damit rechnen, dass dieses Unbekannte uns nicht wohlgesonnen ist. Es könnte ein Raubtier oder Naturereignis sein, dass uns bei Unachtsamkeit das Leben kostet. Unsere Neugierde hat letztendlich dazu geführt, dass wir uns weiterentwickelten, barg aber auch immer ein großes Risiko.

 

 

Praktischer Bereich und Arbeitsbereich:

Über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken, umliegende Aufgabenbereiche zu verstehen und die Flexibilität im eigenen Bereich zu erweitern, sowie festgefahrene Abläufe zu überdenken und für neue Strategien offen zu sein.

 

Sozialer und Emotionaler Bereich:

Andere Kulturen und Persönlichkeitstypen kennenzulernen oder zu versuchen, sich in die Empfindungen anderer einzufühlen und zu verstehen, sowie die Bereitschaft sich für neue Sichtweisen und Standpunkte zu öffnen.

 

Wechsel von Perspektiven und Entwickeln von Alternativen

Wir nehmen etwas wahr und haben blitzschnell eine Meinung darüber: schön oder hässlich, gefällt uns oder nicht, schmeck oder schmeckt uns nicht, gut oder böse, richtig oder falsch.

In Sachen Schönheit und Geschmack wissen wir, dass es Unterschiede in der persönlichen Wahrnehmung gibt. Aber gibt es diese Unterschiede auch in Bezug auf richtig oder falsch beziehungsweise gut oder böse?

Gibt es eine allgemeingültige Erklärung dafür, was richtig ist und was nicht oder was gut ist und was nicht?

Nein. Schon wenn wir die Landesgrenze überschreiten treffen wir auf Kulturen, die vielleicht ein völlig anderes Verständnis für etwas haben, das wir als gut oder bösen einstufen würden.

Aber auch in unserem engeren Umfeld sind wir ständig mit anderen Sichtweisen konfrontiert.

 

Ob nun diese oder jene Sichtweise „richtig“ ist, liegt wie alles andere auch, im Auge des Betrachters.

 

Praktischer Bereich und Arbeitsbereich:

Festgefahrene Strategien überdenken und neue, andere (vielleicht verbesserte) Methoden anwenden. Anstatt zu fragen: „Wo fange ich an?“ zu überlegen, „Wo will ich hin?“ oder „Wie soll das Ergebnis aussehen?“

Ziel sollte es sein, etwas aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Eine regelmäßigeÜberprüfung, ob dieser Weg oder diese Technik wirklich das non plus ultra ist.

 

Sozialer und Emotionaler Bereich:

Wir treffen auf Menschen, die Reaktionen an den Tag legen, die für uns unerklärlich sind.Von Gedanken und Emotionen berichten, die uns völlig fremd sind.

Oft glauben wir, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, weil unsere Gedanken und Gefühle die einzige Wahrheit und die tatsächliche Realität repräsentieren.

Es fällt uns schwer, zu verstehen, warum nun jemand völlig anders reagiert, denkt und fühlt, als wir es tun würden. Jeder von uns hat seine eigene Wirklichkeit und je nachdem, was wir erleben und wie sich unsere Persönlichkeit zusammensetzt, entwickeln wir auch unsere eigene Realität.

 

Es gilt hier nicht immer den Anderen zu verstehen, sondern vielmehr genügt die Erkenntnis, dass es andere Sichtweisen gibt. Eine Reaktion oder Emotion, die in unserer Realität falsch ist, kann in der Realität des Anderen die einzige Wahrheit sein.

 

 

 
 

 

Anker im Sturm des Lebens

Meist messen wir unsere Fähigkeiten nur im praktischen Bereich und Arbeitsbereich.

Das gilt auch beim Intelligenztest, der die kognitive Leistungsfähigkeit, wie räumliches Denken und logische Abfolge von Zahlen, Buchstaben oder Formen, betrachtet.

Im Berufs- und Privatleben stehen wir ständig neuen Herausforderungen gegenüber und müssen uns neuen Gegebenheiten, Umständen und Veränderungen anpassen. Das kann zum einen der Wechsel der Abteilung oder des Unternehmens sein, eine interne Umstrukturierung, aber auch neue Lebensbedingungen, wie Heirat, Familienzuwachs oder veränderte Wohnbedingungen.



Aber wie oft stehen wir solchen Herausforderungen auf emotionaler und sozialer Ebene gegenüber?

Oder besser gefragt:


Wie oft sind wir bereit uns Herausforderungen im emotionalen oder sozialen Bereich zu stellen?


Wenn wir ehrlich sind, wohl eher selten.

Wir glauben, dass wir uns nicht um die Einstellungen, Empfindungen und Gedanken anderer scheren müssen, denn wir haben schließlich die einzige Wahrheit für uns gepachtet. Was wir denken, fühlen und wie wir handeln ist die einzig richtige Reaktion.

Ja das ist sie, aber nur für dich.

Was für dich richtig ist, kann für eine andere Person falsch sein oder gar der Weg in eine Sackgasse bedeuten.



Veränderst du die Sicht auf die Dinge, verändern sich die Dinge, die du siehst.



Flexibilität heisst Beweglich sein – in jedem Bereich

Anpassungsfähigkeit und das nicht nur in Bezug auf veränderte Umweltbedingungen, sondern auch in deinen Einstellungen und Überzeugungen.

Wenn du mit der Reaktion (Handlung und Emotion) deines Gegenübers nicht übereinstimmst, ist das völlig in Ordnung und normal. Du musst auch nicht versuchen, die Einstellungen des Anderen zu übernehmen oder zu verstehen. Akzeptanz ist völlig ausreichend.



Das Auge sieht nur, was der Geist bereit ist zu verstehen (zu akzeptieren).


Beispielsweise Situationen, in denen du jemanden unbeabsichtigt mit einer Aussage oder einem Verhalten verletzt oder gekränkt hast. Es ist nicht nötig tiefgründig zu erforschen, was derjenige wohl erlebt hat, welche Züge seine Persönlichkeit ausmachen oder welche Gene verantwortlich sind. Der Grund, warum er hier in deinen Augen vielleicht empfindlich reagiert, spielt zunächst keine Rolle. Es genügt, die Situation so hinzunehmen, wie sie ist und Verständnis dafür zu entwickeln, dass wir (glücklicherweise) alle anders ticken.

Du hast scheinbar eine unsichtbare Grenze überschritten, die du nicht ignorieren solltest.



In jeglicher Art von zwischenmenschlichen Beziehungen ist es hilfreich, sich auch emotional auf die Situation des anderen einzulassen.

Wenn du mit deiner Aussage oder deinem Verhalten in dieser Person etwas auslösen, dass ihr nicht guttut, dann berücksichtige bei deinen zukünftigen Reaktionen.

Mit dem Wissen darüber, welche negativen Emotionen du auslösen kannst, hältst du den roten Alarmknopf in Händen – den du drücken kannst, oder eben nicht.

Genauso verhält es sich, wenn du selbst der Betroffene bist.

Dein Gegenüber weiss vermutlich nicht, dass er eine Grenze übertreten hat und reagiert mit Unverständnis, Wut oder sogar Aggression. Aus seiner Sicht gibt es hier vermutlich keine Grenze.

Versuche nicht, jemandem deine Meinung aufzuzwingen und erwarte nicht, dass jemand genau nachvollziehen kann, was du fühlst oder warum dich etwas stört.

 „Es ist nicht wichtig, dass du das nachvollziehen kannst oder verstehst. Es würde mir aber viel bedeuten, wenn du es akzeptieren könntest und in Zukunft berücksichtigen würdest. Diese Aussage / dieses Verhalten löst bei mir diese Gedanken aus und verursacht dieses Gefühl … „







 
Selbstkonzept Kindesentwicklung

Fazit:

Geistige Flexibilität heisst für mich, über den Bereich des logischen Denkens hinaus, sich auch auf andere Gegebenheiten einzulassen und einen flüchtigen Blick in die Welt eines anderen zu erhaschen.

Seinen geistigen Horizont zu erweitern und hinzunehmen, dass wir nicht nur alle unterschiedlich aussehen und unterschiedliche Geschmäcker haben.

Wir verändern uns im Laufe unseres Lebens und manchmal, egal wie Nahe wir uns stehen, in völlig unterschiedliche Richtungen. Unser Leben ist geprägt von Veränderungen, Herausforderungen, Schwierigkeiten und vielleicht auch Krankheiten, denen es gilt sich zu stellen.

Manchmal laufen Menschen, die sich einmal nah waren, in unterschiedliche Richtungen und entwickeln im Laufe der Zeit ein Unverständnis für den Weg des anderen.


Die Schlüssel zu geistiger Flexibilität heissen für mich „Kommunikation“ und „Akzeptanz“.

Das Wissen darüber, dass es nicht nur diesen einen Weg ans Ziel gibt und eine Toleranz dafür zu entwickeln, dass jeder die für ihn persönlich richtige Strecke wählen wird.

Du kannst nicht alle Beweggründe verstehen oder ergründen, die eine Person steuern, aber du kannst zumindest versuchen, sie zu akzeptieren.



Einen Menschen zu kritisieren ist leicht, aber ihn zu akzeptieren, wie er ist, kann nicht jeder.





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