Rückblick, Ausblick
Rückblick und Ausblick zum Jahreswechsel
Ziele verfolgen und umsetzen
6 Tipps, wie du deine Ziele erfolgreich umsetzt

Du musst nicht jede Last tragen, die man dir auferlegt

Du musst nicht jede Last tragen

Esel Ballast

Hast du auch von Zeit zu Zeit das Gefühl, dass der Ballast des Alltags dich erdrücken könnte? Dass, all die To-Do-Listen und Aufgaben, dich irgendwann in die Knie zwingen?

Hin und wieder müssen wir Ballast abwerfen, um wieder steigen zu können. Wie du dich von der Last befreist, die dir aufgehalst wird.

„Könntest du mal eben…?“

   „Hast du noch kurz Zeit für…?“

„Bringst du noch … mit?“

„Kannst du … noch Bescheid geben?“

„Hast du … gesehen? Ich kann es nicht finden.“

  „Kannst du … noch vorbereiten?“

„Kannst du mir bei … helfen?

„Hast du eine Idee für …?

Manchmal haben wir vielleicht das Bedürfnis auf diese Fragen zu antworten:

„Nein, KANN und WILL ich nicht! Kümmere dich selbst um deinen Kram!“

Aber so schnell dieser flüchtige Gedanke aufkommt, so schnell verfliegt er auch wieder und wir antworten, wie einstudiert: „Natürlich helfe ich dir.“, „Was brauchst du denn?“ oder „Klar kümmere ich mich noch schnell darum.“

Wundert sich jetzt noch jemand, dass uns irgendwann alles über den Kopf wächst?

Aber es ist nicht nur der Ballast den wir uns von anderen aufhalsen lassen, sondern auch der, den wir uns selbst aufladen.

„Soll ich noch etwas mitbringen?“

„Brauchst du noch Hilfe?

„Kann ich dich dabei unterstützen?“

„Soll ich das für dich übernehmen?

„Wenn du magst, erledige ich das für dich mit.

„Ich muss in die gleiche Richtung, dann bringe ich dir einfach mit, was du noch brauchst.

 

 

Zeitfresser, Zeitdiebe

Auch diese Fragen und Aussagen sind oft so schnell ausgesprochen, dass wir gar keine Zeit hatten, uns über ihre Konsequenzen Gedanken zu machen. Und im Nu haben wir uns wieder einen Berg Arbeit aufgehalst…

Viele von uns leiden unter dem „Ja-Sager-Syndrom“, „Helfer-Syndrom“, „Mutter-Teresa-Syndrom“ oder „Beschützer-Syndrom“.

 

 

Das Heilmittel dagegen findest du hier:

 

 

#1 Aufgaben delegieren

Du bist keinen Ein-Mann-GmbH ! Weder in Bezug auf die Familie, Beruf, Freundeskreis oder Partnerschaft.

Oft glauben wir, dass eine Aufgabe nur dann richtiggemacht wird, wenn wir sie selbst erledigen.

In manchen Fällen mag das durchaus zutreffen, aber bedenke, dass eine Aufgabe häufig aus vielen kleinen Teilaufgaben besteht.

Wenn du ein Familienessen ausrichtest und hierfür einen Festtagsbraten zaubern möchtest, besteht auch diese Aufgabe aus vielen kleinen Teilaufgaben, wie Zutaten und Getränke besorgen, Gemüsen schneiden, Wohnung aufräumen und saubermachen, Tisch decken, usw.

Das sind Aufgaben, die du gut delegieren kannst, ohne, dass du die Kontrolle verlierst.

Was spricht außerdem dagegen, wenn sich vielleicht ein anderes Familienmitglied um die Vorspeise oder Nachspeise kümmert? Oder wenn du jemanden bittest noch eine Flasche Wein, Bier oder Sekt mitzubringen?

Überlege dir, was passieren wird, wenn die Aufgabe nicht richtig erledigt wird.

Vielleicht hast du das Einkaufen an deinen Partner delegiert und im Laufe des Abends stellt ihr fest, dass nicht genug Brot besorgt wurde.

 

<Was passiert also?>

Richtig. Das Brot ist ausgegangen.

 

<Weiter?>

Richtig. Nichts weiter.

Das kann passieren und sagt rein Garnichts über deine Qualitäten als Gastgeber aus.

 

 

 

 

 

 
 

 

 
Planen, Zeitmanagement

Vielleicht ist auch die Wohnung nicht auf Hochglanz poliert oder es gibt irgendetwas anderes zu beanstanden. Glaube mir, das wird kaum jemanden interessieren. Und wenn doch, solltest du dir überlegen, ob das ein
gemütliches Abendessen mit Familie oder Freunden ist oder eher ein Geschäftstermin.

Du kannst dem Ganzen auch eine humorvolle Note verpassen (Vorsicht. Nur, sofern derjenige die Art von Humor versteht): „Das hat man also davon, wenn man Aufgaben an ungelernte Hilfskräfte überträgt. Aber wir sind ja  noch in der Lernphase. Beim nächsten Mal passiert das bestimmt nicht wieder.“

Genauso verhält es sich im Beruf. Du kannst Teilaufgaben delegieren oder vielleicht auch andere Aufgaben, wenn du selbst an einem Projekt arbeitest, das keine Aufgabenverteilung zulässt.



#2 Bedenkzeit zur Kosten-Nutzen-Analyse

Du musst nicht sofort antworten. Es genügt, wenn du z.B. sagst,


„Ich muss erst nachsehen ob ich das zeitlich schaffe.“


„Kann ich dir später Bescheid geben?“


„Wenn ich mit meinen Aufgaben fertig bin und noch Zeit bleibt helfe ich dir gerne. Ich komme dann nochmal auf dich zu.“


„Falls ich an dem Geschäft vorbeikomme, bringe ich dir das gerne mit.“


„Wenn ich die Person treffe oder spreche, werde ich ihr Bescheid geben. Sicherheitshalber solltest du dich aber selbst mit ihr in Verbindung setzten.“

So oder so ähnlich können Aussagen getroffen werden, die dein Wohlwollen suggerieren und dir gleichzeitig die Zeit einräumen, um eine Kosten-Nutzen-Analyse auszuwerten.



Die Kosten-Nutzen-Analyse

Überlege dir, was es für dich bedeutet, wenn du diese Aufgabe übernimmst.

Was würde es dich kosten, wenn du „Ja“ sagst:


  • Weniger Zeit für dich oder andere Personen
  • Stress
  • Das Gefühl ausgenutzt zu werden
  • Das Gefühl, dass der Ballast bei dir abgeladen wird
  • Du musst andere Termine verschieben
  • Tatsächliche Kosten, weil du vielleicht extra mit dem Auto fahren musst mit evtl. anfallenden Parkgebühren

Was könnte es dir nützen, wenn du „Ja“ sagst:


  • Tust du vielleicht jemandem einen Gefallen und derjenige freut sich?
  • Der Andere weiss zu schätzen, was du für ihn tust?
  • Du bekommst im Gegenzug auch Unterstützung, wenn du sie brauchst?
  • Gehst du einem Konflikt aus dem Weg?

Nimm dir, bevor du etwas zustimmst, ein wenig Bedenkzeit, um die damit verbundenen Kosten und Nutzen abzuwägen. Überlege dir, ob diese Aufgabe für dich persönlich eher hinderlich ist und vorrangig Nachteile bringt oder ob du sie einfach in deinen Tagesplan integrieren kannst.

Alternativ kannst du auch prüfen, ob die Aufgabe unbedingt sofort erledigt werden muss oder ob du sie vielleicht an einem anderen Tag oder im Laufe der Woche deine Hilfe anbieten kannst.

Du kannst dann zum Beispiel sagen:


„Heute passt es mir leider überhaupt nicht. Aber wenn du möchtest, kann ich in den nächsten Tagen…“


„Würde es dir genügen, wenn ich das nicht heute, sondern an diesem Tag besorge?



#3 Klar Kommunizieren

Wenn du dich für etwas nicht verantwortlich fühlst oder wenn du etwas nicht möchtest, dann ist das so. Kommuniziere das auch.

Häufig ist es der Fall, dass wir etwas immer getan oder uns immer um etwas gekümmert haben und es wird vorausgesetzt, dass wir das auch weiterhin tun.

Wenn du das Gefühl hast, dass diese Aufgabe nicht in deiner Verantwortung liegt, dann sage das auch.

Du könntest das beispielsweise so formulieren: „Wenn du dies oder jenes möchtest, dann kümmere dich bitte selbst darum. Ich möchte diese Aufgabe nicht mehr übernehmen, da ich dafür nicht verantwortlich bin.“

Wenn du das Gefühl hast, etwas tun zu müssen, was du nicht möchtest, dann kommuniziere das ebenfalls:


 „Das möchte ich nicht, weil es mir nicht guttut.“ 


oder


„Ich würde lieber das oder jenes machen, weil ich mich dann besser fühle.“

Wir lassen uns viel zu häufig in Situationen drängen oder uns Aufgaben aufhalsen, die uns belasten, die wir als unangenehm empfinden oder die für uns einen Stressfaktor darstellen.

Lass dich nicht zu etwas zwingen, wozu du keine Lust hast oder zu etwas, das dir nicht guttut.

Du hast das Recht Abzulehnen.

Was könnte wohl in diesem Fall passieren?

Du verletzt jemanden oder kränkst jemanden, was du wahrscheinlich nicht möchtest.

Überlege dir aber auch, was die Konsequenz wäre, wenn du dich doch umstimmen lässt. Du schadest dir selbst! Und das ist auf Dauer deutlich schlimmer für dich und dein Umfeld, als einmal klar Stellung zu beziehen und deine Wünsche, aber auch deinen Unwillen zu äußern.

Überlege dir aber auch, was die Konsequenz wäre, wenn du dich doch umstimmen lässt. Du schadest dir selbst! Und das ist auf Dauer deutlich schlimmer für dich und dein Umfeld, als einmal klar Stellung zu beziehen und deine Wünsche, aber auch deinen Unwillen zu äußern.



 

#4 Nein heisst nicht gleich nein

Es gibt verschiedene Arten „Nein“ zu sagen.

„Nein“ ist kein Synonym für „Niemals“ oder „Auf gar keinen Fall“ und schon gar nicht steht ein „Nein“ für „Ich mag dich nicht“ oder „Du bist mir nicht wichtig genug“.

Das verwechseln wir oft und glauben, wenn wir „Nein“ sagen, verletzen wir unser Gegenüber.

Du kannst dem „Nein“ auch die Schärfe nehmen, indem du es hübsch verpackst.



1. Mache einen Gegenvorschlag

Vielleicht passt es dir jetzt nicht, aber zu einem späteren Zeitpunkt oder du schlägst vor, das nicht zu tun, stattdessen aber etwas Anderes


2. Habe Verständnis

Zeige deinem Gegenüber, dass du Verständnis für seine Situation hast, aber du leider in diesem Fall nicht helfen kannst


3. Schaffe Verständnis

Erkläre, warum du das nicht möchtest oder keine Zeit dafür hast, ist ein „Nein“ gleich weniger schlimm


4. Letztendlich heisst „Nein“ dann aber doch „Nein“

Lass dich nicht überreden letztendlich doch noch „Ja“ zu sagen. Beziehe klar Stellung und mache dein „Nein“ dann auch zu einem tatsächlichen „Nein“ und bleibe dabei.



Fazit:

Halte dir vor Augen, dass du nicht für Alles verantwortlich bist und du nicht die Last der Welt auf deinen Schultern tragen kannst.

Überlege dir, was du tun kannst, um die Aufgaben zu verteilen, ob du dir alle dieser Aufgaben aufhalsen musst und ob du nicht doch hin und wieder einmal „Nein“ sagen solltest, einfach nur um deiner selbst willen.

Das macht dich weder zu einem Egoisten noch zu einem Unmenschen.

Du giltst nicht als herzlos, rücksichtslos, selbstbezogen oder gar bösartig, wenn du hin und wieder auf deine eigenen Befindlichkeiten Rücksicht nimmst.



Langfristig hilft es Niemandem, wenn du dich immer und immer wieder verbiegst.

 

Das Leben ist wie eine Ballonfahrt. Manchmal muss man erst Ballast abwerfen, bevor man wieder steigen kann.


Häufig ist es nicht der eigene Ballast, der dich vom Fliegen abhält.


 
 

 

Hier geht´s zum Glückskurs
 

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