Hilfe bei Burnout - reichende Hand
Burnout: Hilfe für Angehörige und Betroffene
Vorsicht Burnout
Burnout: Vorsicht ist besser als Nachsicht

Burnout: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Risikofaktoren

Burnout Risikofaktoren

Ganz so einfach ist es dann leider nicht, aber dennoch ist es der erste Schritt die Gefahr zu erkennen. Je nachdem wie tief du in dieser Spirale steckst, kann es
dir leichter oder schwerer fallen, dich mit entsprechenden Gegenmaßnahmen hieraus zu befreien.

 

  • Wichtig vorab ist, dass du deine Symptome von einem Facharzt abklären lässt. Da auch körperliche Ursachen hinter Müdigkeit und Erschöpfung stehen können, sollte die erste Anlaufstelle dein Hausarzt sein, um u.a. Blut und Schilddrüse untersuchen zu lassen.

 

  • Scheue dich nicht therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Natürlich kannst du selbst sehr viele Tipps und Gegenmaßnahmen in Internet und Fachliteratur recherchieren und diese umsetzten.
    Der Vorteil eines Profis liegt darin, dass er mit dir die für dich wichtigsten Schritte –zugeschnitten auf deine persönliche Situation- bespricht und dich darauf hinweist, wenn du wieder in alte Muster zurückfällst. Er erkennt auch, ob es sich tatsächlich um Burnout oder vielleicht eine psychische Störung, wie Depression oder Anpassungsstörung handelt bzw. ob der Burnout-Zustand sich bereits zu einer Depression entwickelt hat.

 

 

Was du selbst tun kannst:

 

 

1 Erkenntnis


Der erste Schritt besteht darin, dir einzugestehen, dass hier etwas aus dem Ruder läuft.


Dabei ist es wichtig, dass du nicht nur die äußeren Umweltfaktoren, sondern auch innere Faktoren berücksichtigst.

 


Identifiziere die inneren und äußeren Bedingungen, die deinem Wohlbefinden schaden.

 

 

 
 
Männerdepression

2 Einsicht

Burnout…

 

  • ist kein Zeichen von Schwäche!
  • heisst nicht, dass du versagt hast!
  • ist lediglich ein Zeichen deines Körpers, der nach einem Ausgleich ruft.


Mit den Symptomen möchte er dir mitteilen, dass er droht an seine Grenzen zu stoßen und warnt dich rechtzeitig, damit du Gegenmaßnahmen ergreifen kannst.
Ignoriere die Signale nicht, sondern versuche wieder eine ausgewogene Balance zu schaffen, um dich selbst zu heilen.

Du fährst bereits auf Reserve und dein Körper schickt dir das blinkende Tank-Symbol, das dich daran erinnern soll, dass du deine Energiereserven füllen musst. Wenn du diese Warnleuchte ignorierst, droht ein Motorschaden. Dein Auto würdest du doch auch auftanken, bevor es zu spät ist….

 

3 Aktion

Innere Antreiber – Gift und Gegengift

Man geht von den folgenden 5 inneren Antreibern aus, die uns selbst unter Druck setzen, weil sie wollen, dass wir ihnen gerecht werden.

 

Gift & Gegengift

 

Innerer Antreiber: Sei perfekt!

Erlaube dir, nicht immer nach Perfektionismus zu streben, sondern auch einmal weniger als 100% zu geben oder etwas nicht zu 100% zu erledigen.

Häufig ist das nämlich überhaupt nicht nötig und 80% oder 90% reichen völlig aus.

<<So wie ich bin, bin ich genug>>

<<Ich bin liebenswert, so wie ich bin>>

<<Auch ich darf  Fehler machen, wie jeder andere Mensch>>

<<Erst durch meine Fehler und Macken werde ich zu dem einzigartigen Menschen, der ich bin>>

<<Es müssen nicht 100% sein, 90% reichen völlig aus>>

 

Innerer Antreiber: Streng dich an!

Erlaube dir, Hilfe anzunehmen und dich auch auf deinen Erfolgen auszuruhen. Schone deine Kräfte, indem du dir überlegst, welche Aufgaben du delegieren kannst, was vielleicht nicht in deinen Aufgabenbereich fällt oder wobei du dir Unterstützung holen kannst.

<<Ich darf mir helfen lassen>>

<<Auch Aufgaben, die mir leichtfallen, sind Erfolge>>

<<Ich darf mich freuen und stolz auf mich sein>>

 

Innerer Antreiber: Mach es allen recht!

Erlaube dir, auch falsche Entscheidungen zu treffen, die vielleicht andere vor den Kopf stoßen. Du bist nicht für Alles und Jeden verantwortlich und schon gar nicht kannst du die Bedürfnisse Aller erfüllen. Nein zu sagen kann auch befreiend wirken. Probiere es doch einfach aus.

<<Nicht alles liegt in meiner Verantwortung>>

<<Ich muss mich nicht um Alles kümmern>>

<<Meine Hilfsbereitschaft reduziere ich auf ein angemessenes Maß>>

<<Ich darf auch ablehnen>>

 

 

Innerer Antreiber: Beeil dich!

Keine Zeit zu verschwenden, immer in Bewegung zu sein und immer aktiv, kann sich auf deine Gesundheit auswirken, sowohl psychisch, als auch physisch. Gönne dir eine Pause. Das Leben ist kein Fließband, an dem du im Akkord arbeiten musst.

Bedenke, dass auch deine Energie begrenzt ist. Wenn du also immer Vollgas fährst, ist deine Energiereserve bald aufgebraucht.

Eile ist eine Quelle für Fehler.

<<Pausen sind erlaubt>>

<<Ich muss nicht immer Vollgas fahren>>

<<Vollgas verbraucht nur unnötige Energie, die mir später fehlen wird>>

<<Qualität statt Quantität>>

<<In der Ruhe liegt die Kraft>>

<<Ich darf gelassen in den Tag starten, ihn gelassen erleben und in Gelassenheit abschließen>>

 

Innerer Antreiber: Sei stark!

Hilfe ist kein Zeichen von Schwäche.

Gefühle sind kein Zeichen von Schwäche.

Seine eigenen Grenzen zu kennen ist kein Zeichen von Schwäche.

Überlege dir, was es dir bringt, immer stark zu sein und was du gewinnen könntest, wenn du dir Raum für Fehler einräumst und Hilfe annimmst.

<<Schwäche zeigen ist okay>>

<<Ich darf andren meine Wünsche mitteilen>>

<<Gefühle zeigen zu können ist ein Zeichen von Stärke>>

<<Ich darf mir selbst Spielraum einräumen>>

 

 

Überprüfe mehrmals am Tag deinen inneren Antreiber.

Arbeitet er wieder? Überlege dir, ob das im Moment wirklich nötig ist und nimm dir eine kurze Auszeit.

Stell dir eine Erinnerung am Handy oder PC ein, die dich in regelmäßigen Abständen daran erinnert, dass du kurz innehältst.

 

 

Ist es denn wirklich nötig dem Antreiber nachzugeben oder kannst du auch ein bisschen zurückrudern und gelassener an dein Thema herangehen?

Überlege dir, welche weiteren inneren Faktoren eine Rolle spielen könnten.

Frage dich, was dich antreibt, was du dir wünschst, welche Ziele du verfolgst.

 

Aber auch, welche Ängste und Sorgen dich plagen.

 

 

 

 

 
 
Sucht nach Anerkennung im Netz

Äußere Faktoren

Betrachte die Umweltbedingungen, die dazu führen, dass dein Körper an seine Grenzen stößt.

Überlege dir, was du tun kannst, um die Belastungen zu reduzieren, welche Hilfeleistungen du in Anspruch nehmen kannst, welche Möglichkeiten du hast, deine Aufgaben besser zu organisieren.

Nutze hierfür den Beitrag Risikofaktoren Burnout, um deine äußeren Einflussfaktoren zu untersuchen.

 

 

 

 

 

 

Professionelle Hilfe

Wie bereits im oberen Abschnitt erwähnt, kann es nötig sein, sich professionelle Hilfe zu holen. Dies sollte zunächst durch eine Abklärung körperlicher Ursachen beim Hausarzt passieren, aber auch die Möglichkeit einer Psychotherapie berücksichtigen.

 

Beitragsserie Burnout

 

Burnout: Symptome – Burnout ist keine Depression

 

Risikofaktoren Burnout

 

Was du tun musst, um mit Sicherheit Burnout zu entwickeln (Diesen Beitrag bitte mit Humor lesen)

 

Vorsicht ist besser als Nachsicht

 

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

 

Wie kann ich als Angehöriger damit umgehen und wie gehe ich mit meinen Angehörigen um?

 

Burnout Schnelltest (kostenloser Downloadlink)

 
Hier geht´s zum Glückskurs
 

1 Comment

  1. […] Beitragsserie gewidmet. Neben den Risikofaktoren findest du hier Maßnahmen zur Vorbeugung, Gegenmaßnahmen, Hilfe für Angehörige und Betroffene, sowie einen Burnout […]

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