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Burnout: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Burnout: Hilfe für Angehörige und Betroffene

Hilfe bei Burnout - reichende Hand

Burnout - Angehörige

Angehörige sind mit den Symptomen und der Diagnose meist genauso überfordert, wie die Betroffenen selbst. Die Reaktionen reichen von Fürsorge und Hilfsbereitschaft über Verständnislosigkeit und Gleichgültigkeit
bis hin zu Wut und Aggression. Was du als Angehöriger tun kannst oder wie du als Betroffener mit deinen Angehörigen umgehenkannst, erfährst du in diesem Artikel der Beitragsserie Burnout.

Wie Angehörige und Betroffene mit zwischenmenschlichen Situationen umgehen können:

 

Wissensvermittlung und Verständnis schaffen

 

Was können Angehörige tun?

Informiere dich über die typischen Symptome, die in Verbindung mit Burnout stehen.

 

 

 

 

Was kann der Betroffene tun?

Spreche offen mit deinen Angehörigen und versuche, deinen Zustand zu erklären.

 

 

 

Hilfeleistung

 

Was können Angehörige tun?


Biete dem Betroffenen deine Hilfe an, aber überfordere ihn nicht mit unzähligen Ratschlägen. Er selbst muss letztendlich seinen Weg finden.


Du kannst unterstützen, indem du dich über Seminare, Kurse und Hilfsangebote in der Umgebung informierst.


Überlege dir kleine Unternehmungen, wie Spaziergänge, Veranstaltungen, Kino, Freunde und Familie treffen.


Unterbreite Vorschläge, dränge aber nicht.

Versuche das Selbstwertgefühl des Betroffenen aufzubauen.

Wichtig für dich ist, dass du nicht zu viel investierst. Achte auch auf dich, denn es ist für alle Beteiligten ein schwerer, steiniger Weg. Gönne dir Pausen und Auszeiten. Betreibe auch Selbstfürsorge, indem du eigene Unternehmungen planst und deine eigenen Bedürfnisse nicht zu sehr hinten anstellst.

 

 

Was können Betroffene tun?

Du hast Menschen in deinem Umfeld, die sich sorgen und dich gerne auf deinem Weg begleiten und unterstützen möchten.

Greif nach der helfenden Hand, die man dir entgegenstreckt.


Klare Kommunikation ist sehr wichtig.

Beziehe Stellung und sage, was du möchtest und was nicht.
Wenn dich die Hilfeangeboten überfordern, dann sprich offen darüber – sachlich, ohne emotional zu werden.

 

 

 
 
psychische Erkrankungen offiziell toleriert, insgeheim tabu?

Wenn Hilfe zu Gleichgültigkeit wird

 

Was können Angehörige tun?

Vielleicht bemerkst du, dass die Hilfeangebote, die du anbietest, auf Abwehr stoßen. Das kann sehr frustrierend sein, weil du bemerkst, dass du nichts tun kannst.

Du kannst auch nicht mehr tun, als deine Unterstützung anzubieten. Wenn der Betroffene noch nicht so weit ist, dass er Hilfe in Anspruch nehmen kann, dann akzeptiere das. Führe vielleicht ein Gespräch darüber, dass du verstehst, dass deine Hilfe momentan (in diesem Maße) nicht gewollt ist und das akzeptierst.

Sei nicht enttäuscht oder werde wütend, denn du kannst an der Situation damit nichts verändern.

Biete an, Hilfe zu leisten, wenn sie vom Betroffenen später gewünscht wird, du aber von dir aus nicht mehr aktiv versuchst die Situation zu verändern.

 

Was kann der Betroffene tun?

Manchmal können Fürsorge und Mitgefühl erdrückend wirken. Es ist wichtig, dass du versuchst, deine Angehörigen damit nicht ins Leere laufen zu lassen.

Du liegst ihnen am Herzen und sie sind nur um dein Wohl besorgt. Wenn es dir aber zu viel wird, dann kommuniziere das. Äußere deine Wünsche und Vorstellungen und vielleicht, dass du das Gefühl hast erdrückt zu werden.

Bespreche die nächsten Schritte, die du gehen möchtest, um eine Entlastung für dich zu schaffen.

Sage deinen Angehörigen, dass du dankbar bist, wenn du bei Bedarf auf ihre Hilfe zurückgreifen kannst, für den Moment aber diese nicht wohltuend und zielführend für dich persönlich ist.

 

 

 

Wenn Wut, Hass oder Aggression im Spiel ist

 

Was können Angehörige tun?

Wenn du bemerkst, dass du wütende oder sogar aggressive Gefühle gegenüber dem Betroffenen verspürst, dann kann das zum einen daran liegen, dass du nicht genug informiert bist über den Zustand, was auch Verständnislosigkeit auslösen kann. Weitere Recherchen im Internet, Literatur oder Medien können dir helfen, die Wissenslücken zu schließen und mehr Verständnis zu schaffen. Andererseits kann es sein, dass deine unerwiderte Hilfsbereitschaft in Wut überschlägt. Halte dir vor Augen, dass auch der Betroffene nichts für diesen Zustand kann und vermutlich selbst mit der Situation überfordert ist.

Wichtig: Wenn du es nicht schaffst, von deiner Wut und Aggression abzulassen, dann solltest du dich distanzieren. Du wirst damit den Heilungsprozess verlangsamen oder sogar stoppen. Aus Rücksicht auf den Betroffenen solltest du also (vorerst) den Kontakt abbrechen oder zumindest reduzieren.

 

Was kann der Betroffene tun?

Es kommt vor, dass Angehörige dir mit Wut und Aggression begegnen. Es kann sein, dass sie deine Symptome als Schwäche oder Versagen deuten.
Tue dir selbst einen Gefallen und distanziere dich von diesen Menschen. Du bist nicht schwach und du hast nicht versagt. Halte dir vor Augen, dass auch deine Angehörigen unter diesen Beschwerden leiden würden, hätten sie geleistet und empfunden, was du durchlebt hast.

Diese Reaktion deiner Mitmenschen kann vorkommen und sollte von dir nicht als Angriff gegen dich als Person gewertet werden.

Oft ist mangelndes Wissen und mangelndes Einfühlungsvermögen der Grund.

Halte Distanz und suche nach Personen, die dich unterstützen, ohne anzuklagen. Das kann auch dein Hausarzt oder Therapeut sein. Es kann in manchen Fällen schwer sein, Distanz aufzubauen, besonders dann, wenn man im gleichen Haus lebt, vielleicht sogar in einer Partnerschaft. Dann wäre beispielsweise eine stationäre Therapie eine mögliche Lösung, um Abstand zu gewinnen oder eine Familientherapie / Paartherapie.

 

 

 

Beitragsserie Burnout

 

Burnout: Symptome – Burnout ist keine Depression

 

Risikofaktoren Burnout

 

Was du tun musst, um mit Sicherheit Burnout zu entwickeln (Diesen Beitrag bitte mit Humor lesen)

 

Vorsicht ist besser als Nachsicht

 

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

 

Wie kann ich als Angehöriger damit umgehen und wie gehe ich mit meinen Angehörigen um?

 

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Angehörige sind mit den Symptomen und der Diagnose meist genauso überfordert, wie die Betroffenen selbst. Was können sie tun, um zu unterstützen?

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